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Die Mehrheit der Frauen und auch immer mehr Männer fühlen sich in ihrer Haut nicht wohl. Sie klagen darüber, dass ihre sensible Hülle juckt, spannt und schnell gereizt reagiert. So vermeiden Sie unnötige Irritationen.

„Meine Haut verträgt einfach nichts. Ich weiß gar nicht mehr, was ich noch machen soll!” Solche Klagen hören Apotheker und Hautärzte immer öfter. Rund 50 bis 60 Prozent der deutschen Frauen und zunehmend auch Männer bezeichnen ihre Haut als empfindlich, geben an, dass sie juckt, spannt, brennt und auf unterschiedliche Umwelteinflüsse gereizt reagiert. Ob kalter Wind, warmes Wasser, trockene Heizungsluft oder eine neue Creme – die sensible Hülle protestiert.

Bei etwa einem Drittel der Betroffenen reagiert die Haut auf Reizstoffe mit objektiv feststellbaren Veränderungen wie zum Beispiel Rötungen oder Unreinheiten. Man spricht hier vom so genannten Reaktiv-Typ. Die Reizschwelle ist in diesem Fall messbar erniedrigt.

Der größte Teil der Menschen mit empfindlicher Haut gehört aber zum Sensitiv-Typ: Hier reagiert die Haut stark auf Witterungseinflüsse wie Wind, Kälte, trockene Luft oder Sonne. Die Betroffenen leiden unter subjektiven, nicht sichtbaren Empfindungen wie Brennen, Jucken, Kribbeln oder Spannungsgefühlen.

Ob irritierende Stoffe die Haut reizen, hängt wesentlich davon ab, wie intakt der schützende Hydrolipidfilm der Haut ist und wie gut die äußerste Hülle der Haut, die Hornschicht, ihre Barrierefunktion erfüllen kann. Ob sich jemand mit übersensibler Haut herumschlagen muss, ist zum Teil genetisch bedingt. Zum anderen Teil sind äußere Faktoren wie Klima und Umweltbedingungen, Luftschadstoffe oder häufiger Kontakt mit Wasser schuld. Auch falsche Hautpflege und ungeeignete Reinigungsmittel können zu einer Überempfindlichkeit der Haut führen.

Die fünf Gebote für empfindliche Haut

Das saure Milieu nicht stören
Oberstes Gebot bei empfindlicher Haut ist es, sie so zu reinigen und zu pflegen, dass der Säureschutzmantel nicht angegriffen wird. Alkalische Waschsubstanzen wie Seife stören die Barrierefunktion der Hornschicht und bahnen so Hautirritationen den Weg. Verwenden Sie deshalb besser Produkte für empfindliche Haut, die auf den sauren pH-Wert des natürlichen Hornschichtmilieus abgestimmt sind und ihn stabilisieren.

Pflegeprodukte kritisch auswählen
Schuld daran, dass herkömmliche Pflegeprodukte bei empfindlicher Haut oft zu Reizungen und Irritationen führen, sind meist darin enthaltene Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe. Empfindlicher Haut sollten Sie solche potentielle Reizstoffe nicht zumuten. Bevorzugen Sie deshalb Produkte, die speziell für empfindliche Haut konzipiert sind, mit wenigen, dafür hautverträglichen Substanzen auskommen und weitgehend auf Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe verzichten.

Die Haut beruhigen, Feuchtigkeit tanken
Prinzipiell sollten die Pflegeprodukte immer auf den Hautzustand abgestimmt sein und viel Feuchthaltefaktoren enthalten. Eine Wohltat für empfindliche, gereizte Haut sind vor allem Produkte mit reizlindernden und beruhigenden Substanzen. Dazu zählen Wirkstoffe wie Dexpanthenol, hochdosiertes Vitamin E, Bisabolol und Aloe vera. Dexpanthenol tut gereizter Haut dreifach gut: Es wirkt entzündungshemmend, fördert die Bildung von Hautfetten, die für die Barrierefunktion der Hornschicht so wichtig sind, und bindet Feuchtigkeit in der Haut. Bei sehr trockener Haut helfen zudem Präparate mit Nachtkerzen- oder Borretschöl. Die reizarmen Öle enthalten viel essentielle Fettsäuren, die die Elastizität der Haut erhöhen und ihre Regeneration fördern.

Streicheln statt zerren
Behandeln Sie Ihre empfindliche Haut immer schonend und streichelzart: Beim Abtrocknen statt zu rubbeln also besser trocken tupfen, beim Auftragen von Creme oder Lotion die Haut nicht zerren, statt heißes Wasser besser lauwarmes. Auch auf Peelings sollten Sie verzichten.

Neue Cremes immer erst testen
Wenn Sie sich ein neues Produkt kaufen, probieren Sie die Creme keinesfalls sofort im Gesicht aus. Testen Sie sie an mehreren Tagen hintereinander erst an einer unauffälligeren, kleinen Stelle wie zum Beispiel in der Armbeuge oder an der Innenseite des Handgelenks. Zeigt sich dann eine Rötung oder juckt die eingecremte Stelle, vertragen Sie die Creme nicht. Wenn die Haut auch nach zwei bis drei Tagen nicht reagiert, können Sie ziemlich sicher sein, dass Sie das Produkt auch im Gesicht vertragen.
 

 

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