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Die gute Nachricht zuerst: Schwere Magenerkrankungen wie Geschwüre oder Magenkrebs werden immer seltener. Die schlechte: Leichte Magenbeschwerden wie Sodbrennen haben deutlich zugenommen.

In den vergangenen 20 Jahren beobachten wir beim Sodbrennen eine Zunahme um den Faktor zehn. Was genau für die Zunahme verantwortlich ist, lässt sich schwer sagen.

Viele Patienten sind heute besser darüber informiert, dass sich hinter den Beschwerden auch ernste Erkrankungen verbergen können, und gehen deshalb eher wegen Magenproblemen zum Arzt. Ein positiver Trend, denn bei chronischen Beschwerden gibt nur eine Magenspiegelung dem Arzt und dem Patienten Sicherheit.

Chronische Beschwerden abklären lassen
Wer mindestens dreimal pro Woche Sodbrennen hat oder wer täglich Medikamente gegen Sodbrennen braucht, muss untersucht werden. Derart häufige Beschwerden sind ein deutlicher Hinweis auf eine „Refluxösophagitis“, eine chronische Entzündung der Speiseröhre, die durch den Rückfluss des sauren Mageninhalts ausgelöst ist. Eine Refluxösophagitis kann zu Veränderungen der Speiseröhre bis hin zum Krebs führen. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass der Arzt chronische Beschwerden abklärt.


Warnzeichen, bei denen Sie zum Arzt gehen sollten
Wenn Völlegefühl oder krampfartige Beschwerden trotz Selbstbehandlung länger als drei Wochen andauern, sollten Sie auf jeden Fall zum Arzt gehen. Das gilt besonders, wenn diese Warnzeichen dazukommen:

• Sie sind über 45 Jahre alt und hatten noch nie Magenbeschwerden.

• Sie haben ungewollt an Gewicht verloren.

• Sie haben Schwierigkeiten beim Schlucken.

• Sie hatten schon einmal ein Magengeschwür.

• Magengeschwüre oder Magentumoren kommen in Ihrer Familie vor.

• Wenn Sie Blut erbrechen oder Ihr Stuhl schwarz verfärbt ist. (Hier gilt: sofort zum Arzt!)

Hat der Arzt eine ernste Magenerkrankung ausgeschlossen, lassen sich Magenbeschwerden gut mit rezeptfreien Mitteln und magenfreundlicher Lebensweise behandeln. Konsequent auskurieren ist wichtig, weiß Rösch. Wenn Beschwerden länger bestehen, sinkt die Schmerzschwelle im Magen-Darm-Trakt, der Magen wird immer anfälliger, und der Patient gerät leicht in einen Teufelskreis.

Was alle Magenpatienten beherzigen sollten

Stress vermeiden: Stress lähmt den Magen, Nahrung bleibt bei seelischer Belastung viel länger darin liegen. Das kann Oberbauchschmerzen und Völlegefühl nach einer Mahlzeit verstärken. Zudem verschlimmert sich das Sodbrennen, weil der höhere Druck im Magen den Rückfluss von Mageninhalt Richtung Speiseröhre begünstigt.

Fettarm essen: Je fetter eine Mahlzeit ist, desto länger bleibt sie im Magen liegen. Völlegefühl und Sodbrennen können so verstärkt werden.

Hilfreiche Extra-Tipps für Patienten mit Sodbrennen

• Kleine Mahlzeiten essen: Kleine Portionen verhindern, dass der Schließmuskel zur Speiseröhre hin zu viel Druck bekommt.

• Rauchen aufgeben: Nikotin lässt den Magenschließmuskel erschlaffen. Der Mageninhalt kann dann leichter zurück in die Speiseröhre fließen und Sodbrennen auslösen.

• Alkohol und Kaffee meiden: Alkoholische Getränke, vor allem Weißwein und Schnaps, sowie Kaffee lassen den Magenschließmuskel erschlaffen und können Sodbrennen fördern.

• Mit erhöhtem Oberkörper schlafen: Beim Schlafen kann der Mageninhalt zurückfließen. Wenn Sie Ihr Bett am Kopfende leicht erhöhen, ist die Gefahr geringer. Auch Schlafen auf der linken Seite wirkt dem Rückfluss entgegen.

• Lockere Kleidung tragen: Eng sitzende Röcke und Hosen können dazu führen, dass Mageninhalt zurück in die Speiseröhre gedrückt wird.

• In die Knie gehen statt vorbeugen: Wenn Sie sich bücken müssen, beugen Sie die Knie und lassen den Rücken gerade. Das ist gut für den Rücken und Sie verhindern, dass Magensaft in die Speiseröhre fließen kann.

• Kein Sport nach dem Essen: Bei Anstrengung mit vollem Magen droht ebenfalls Sodbrennen.

• Spätes Essen vermeiden: Nehmen Sie Ihre letzte Mahlzeit drei bis vier Stunden vor dem Schlafengehen ein, damit der Magen Zeit hat, sich zu entleeren, bevor Sie sich hinlegen.

• Beipackzettel studieren: Eine Reihe von Medikamenten kann den Verschluss des Magens beeinträchtigen, z.B. Nitropräparate gegen Durchblutungsstörungen des Herzmuskels oder das Asthmamittel Theophyllin. Wenn Sodbrennen eine unerwünschte Wirkung eines anderen Medikaments ist, sollten Sie mit Ihrem Arzt reden, meist kann er eine Alternative verordnen. Andernfalls müssen Sie durch richtige Lebensweise darauf achten, dass Sie Sodbrennen nicht zusätzlich provozieren.

Hilfreiche Extra-Tipps für Patienten mit Reizmagen

Verkrampfungen lösen: Eine Möglichkeit ist die Anwendung feuchter Wärme. Sie können dazu ein Bad nehmen oder Umschläge machen. Entkrampfend wirken auch Kamille oder pflanzliche Arzneimittel mit Pfefferminz- und Kümmelöl.

Bewegung tut gut: Ein kleiner Spaziergang nach dem Essen tut gut, weil Bewegung die Aktivitäten des Magen-Darm-Traktes anregt.
 

 

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